Die sonderbarsten Tiere

Es grenzt beinahe schon an ein Wunder, einen Tag zu erleben, ohne irgendein Tier gesehen zu haben. Die typischen Tiere, die uns begegnen sind Hunde, Katzen, Spinnen, etc. -kurz gesagt also unsere (erwünschten aber auch unerwünschten) Haustiere. Die Tierwelt hat aber noch viel mehr zu bieten: seien es superstarke, superschlaue, skurril aussehende, extrem kleine, oder aber extrem große Tiere. In diesem Artikel soll es um die sonderbarsten Tiere gehen:

Blobfisch

Wie sein Name, so sein Aussehen:

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Der Blobfisch ist an ein Leben in etwa 1,8 km Tiefe gewöhnt. Da unter dem dort herrschenden Druck eine Schwimmblase so gut wie nutzlos wäre, hat der Blobfisch seine gesamte Muskelmasse zu einer Gallertmasse umgewandelt. Damit hat der nötigen Auftrieb, um sich einige Zentimeter über dem Meeresboden zu halten. Er jagt nicht, sondern frisst alles, was an seinem Mund vorbeischwimmt. Den Blobfisch kann man (falls man tief genug tauchen kann) in der Tiefsee vor den Küsten Australiens und Tasmaniens betrachten.

 

Kragenechse

Die perfekten Läufer!

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Die in Australien und Neuguinea heimische Kragenechse ist die einzige Echsenart, die auch längere Zeit auf zwei Beinen laufen kann. Zu ihrer schon äußerst interessanten Fähigkeit kommt noch dazu, dass die Kragenechsen, sobald sie ihr Maul öffnen, ihren Kragen aufklappen, um damit Feinde abzuschrecken.

 

Glasfrosch

Der Durchsichtige

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Neben anderer anatomischer Besonderheiten liegt die Besonderheit des Glasfrosches wohl hauptsächlich an seinem durchsichtigen Bauch. Durch dieses “Fenster” im Bauch lassen sich das Herz, der Verdauungstrakt und (bei Weibchen) die Eier betrachten. Von oben gesehen unterscheidet sich der in den Regenwäldern lebende Glasfrosch kaum von anderen Laubfröschen.

 

 

Sternmull

An der Nase 22 Finger!

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Der Sternmull hat an der Nase 22 Tentakel, die mit je 25.000 hochsensiblen Berührungsrezeptoren ausgestattet sind. Dadurch schafft er es, innerhalb von nur etwa 17 Millisekunden einen Stein von einer essbaren Larve zu unterscheiden. Der in Ostkanada heimische Sternmull baut außerdem bis zu 270 Meter lange Gänge durch den Untergrund und kann (man kann es kaum glauben) hervorragend schwimmen.

 

Fingertier

Der Klopfer!

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Fingertiere sind die madakaskanischen Eichhörnchen. Zum Aufspüren ihrer Beute benutzen sie jedoch eine einzigartige Technik: Sie klopfen mit ihren langen Fingern (daher auch der Name Fingertier) gegen einen Baumstamm und verursachen dadurch Vibrationen im Holz. Daraufhin legen sie ein Ohr auf den Baumstamm und lauschen nach Hohlräumen im Holz, welche sich durch ihre andere Tonhöhe bemerkbar machen. Haben sie einen Hohlraum entdeckt, beißen sie die Baumrinde auf und und puhlen mit ihren Fingern die Maden hervor.

 

Ruderschnecke

Die schwimmende Schnecke

Die Ruderschnecke gehört zu der immer seltener werdenden Art der schwimmenden Schnecken.Ihr Aussehen ist sehr außergewöhnlich, wie es allerdings bei vielen Wasserschneckenarten der Fall ist. Die Ruderschnecken existieren dort, wo es auch Flügelschnecken, ihr Hauptnahrungsmittel und auch eine Art der schwimmenden Schnecken gibt, also in allen Ozeanen in etwa 100 Metern Tiefe.

 

Rotlippen-Seefledermaus

Ein Fisch mit Lippenstift

Da der Boden des pazifischen Meeresgrundes, dem Lebensraum der Rotlippen-Seefledermaus, rau und kantig ist, zieht sie es vor, ihre Brustflossen als Beine einzusetzen und gewissermaßen zu Fuß zu gehen. Eine weitere umfunktionierte Flosse der Seefledermaus ist ihre Rückenflosse, die zu einer spitzen Angel mutiert ist. Mit ihr fängt sie kleine Fische und Krebse. Das auffallendste Merkmal dieser Art sind jedoch ihre roten Lippen. Diese erfüllen anscheinend denselben Zweck, wie der Lippenstift: Sie sollen die Suche nach Partnern erleichtern.

 

Honigtopfameise

Die lebendigen Vorratskammern

Nicht alle Honigtopfameisen sehen aus wie auf diesem Bild: Hier ist eine spezielle Arbeiterameise zu sehen. Diese Arbeiterameisen klettern sofort nach dem Schlüpfen an die Decke des Ameisenbaus. Dort bleiben sie dann ein Leben lang hängen. Sie werden gefüttert und geben dafür Honig an die anderen Ameisen ab. Sie werden so schwer, dass sie, fallen sie von der Decke, nicht mehr zu dieser hochklettern können. Sie werden dann von den ihren Mitbewohnern zerstückelt und aufgefressen.

 

Schwarzregenfrosch

Eine Kugel mit Beinen

Über den Schwarzregenfrosch ist nur sehr wenig bekannt, da er äußerst selten ist. Man weiß im Großen und Ganzen nur, dass er in Südafrika bis 1000 Meter Höhe zu finden ist. Der Frosch ist im Übrigen nicht viel größer als ein 2€ Stück.

 

 

Cinereous Mourner

Der Vogel mit Haaren

Auf diesem Bild sieht man einen ausgewachsenen Cinereous Mourner (für diese Vogelart gibt es keinen deutschen Namen!). Dieser sieht eigentlich nicht sehr spektakulär aus und er hat auch keine besondere Eigenschaften. Seine Besonderheit liegt in der Zeit als Küken. Dann sieht er nämlich aus, wie ein Fellball (bei Interesse besucht:http://imgur.com/a/s7H6v. Dort gibt es auch noch weitere spektakuläre Tierarten). Über den Nutzen dieser Haare ist man sich in Expertenkreisen noch nicht ganz sicher. Vermutlich sollen sie Fressfeinde durch ihre Farbe abschrecken. Diese Vogelart ist in den meisten tropischen Wäldern zu finden.

 

Phymateus

Der farbenfrohe Grashüpfer

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Auch für dieses Tier existiert noch kein deutscher Name. Falls es einen gäbe, so würde dieser wohl ‘Regenbogengrashüpfer’ lauten. Ebenso, wie bei den Jungvögeln des Cinereous Mourner ist der Zweck des farbenfrohen Aussehens dieses Grashüpfers noch nicht 100%ig geklärt. Möglicherweise sollen diese der Partnersuche dienen. Außerdem interessant bei dieser Grashüpferart, welche hauptsächlich in Südafrika zu finden sind, ist, dass nur die Männchen dieser Gattung die farbenfrohen Flügel besitzen.

 

Diese 11 außergewöhnlichen Tierarten sind nur ein kleiner Teil der in der Natur vorkommenden einzigartigen Tiere: Und nur einmal mehr lässt sich wieder die unglaublich Artenvielfalt der Natur erkennen. Leider sind immer mehr einzigartige Tierarten vom Aussterben bedroht, auch bei uns! Wir sollten also alle die Natur, so wie sie jetzt ist, genießen, denn wer weiß, wie lange wir das noch, dank Klimawandel und Umweltverschmutzung, können.

 

Autor: Marvin; 9. Klasse

Bildquellen:

http://sorrentinomira.wikispaces.com/

https://en.wikipedia.org/wiki/File:Chlamydosaurus_kingii.jpg

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Flickr_-_ggallice_-_Glass_frog_(4)_cropped.jpg

Foto Fingertier von Joachim S. Müller

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruderschnecken

https://de.wikipedia.org/wiki/Seeflederm%C3%A4use

https://en.wikipedia.org/wiki/Honeypot_ant

https://en.wikipedia.org/wiki/Cinereous_mourner

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Pyrgomorphidae_-_Phymateus_sp.-1.JPG

https://en.wikipedia.org/wiki/Cape_rain_frog

 

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