Fahrt nach Dachau – Gedenkstätte des Nationalsozialismus

Foto: Schon vor Beginn unserer Führung durch das damalige Konzentratrionslager Dachau bemerkten wir die traurige Atmosphäre. Wir wurden von unseren Guides darum gebeten, besonders auf zurückgekehrte Häftlinge und deren Verwandte Rücksicht zu nehmen. Manche kehren nämlich noch bis heute dorthin zurück, wo so viele Menschen getötet wurden, um für diese zu trauern.

Das Wort, welches für die Haft in den Konzentrationslagern benutzt wurde, hört sich harmlos an. Die Nationalsozialisten nannten diese: „Schutzhaft“. Geschützt wurde hier allerdings natürlich niemand, ganz im Gegenteil! Die Menschen wurden hier grausam misshandelt, ihr Leben zur Hölle gemacht und viele dadurch getötet.

Durch ein Gesetz zur sogenannten „Schutzhaft“ ist die 12-jährige Existenz eines willkürlichen, grausamen Systems möglich geworden. Das Männerlager in Dachau hatte dem SS-Lager gegenüber gelegen und Wachtürme es umgeben. Eine Flucht war deshalb unmöglich.

 

Mahnmal mit den dreieckigen Zeichen, die die Häftlinge tragen mussten

Viele kennen womöglich das berühmte Eingangstor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“, auch das war natürlich eine Lüge und sollte den Häftlingen falsche Hoffnungen machen.Sie wurden, wo immer es nur ging, gedemütigt.

Gleich am Anfang sahen wir den „Appellplatz“, den „Schubraum“ und das „Häftlingsbad“, die zur Zeit des Nationalsozialismus Orte der Demütigung und des Terrors waren. Sie sind so eindrucksvoll, dass selbst das internationale Mahnmal mit seinen vielen Denkmälern diese nicht übertrifft.

Heute vermuten wir, dass die Frage: „Wie konnte das nur passieren?“ nur mit der Gegenfrage „Warum war sich niemand seiner eigenen Schuld und Verantwortung bewusst?“, weitergeführt werden kann. Auch in Landshut hat es eines der gefürchteten Außenlager gegeben. Häftlinge sind aus den verschiedensten Gründen an diesen Ort gekommen. Kein einziger dieser Gründe war gerechtfertigt.

Jede kleine Handlung innerhalb dieser Todesfalle hatte Risiken, Schikane, Terror oder Tod zur Folge.

Aber trotz der Angst vor den SS-Wachmännern, der Zwangsarbeit, den Gaskammern und den Krematorien haben erstaunlich große Gruppen der Häftlinge tatsächlich zusammengehalten. Wir können uns gar nicht vorstellen, was das für ein Gefühl gewesen sein muss, als die Amerikaner sie befreit haben.

Autorin: LauraG (9. Klasse)

Fotos: Redaktion Insider

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