Hörspiel-Projekt statt Corona-Langeweile

Wie sich der Deutschkurs 3 der Q11 die Homeschooling-Wochen zu Nutze machte und
binnen kürzester Zeit ein tolles Hörspiel über den Faust schrieb, aufzeichnete,
zusammenschnitt und mit Ton versah.

Wie kam es zu der Idee?

Unsere Deutschlehrerin Frau Hübner hatte für Ihren Deutschkurs d3 in der Q11, nach
der Besprechung von Johann Wolfgang von Goethes Drama und Lebenswerk „Faust.
Der Tragödie erster Teil.“, eine freiwillige Abgabe für eine kreative Arbeit auf Mebis
gestellt. Ich habe mir nicht großartig viele Gedanken darüber gemacht, doch während
der ausgefallenen Faschingsferien wurde es dann so langweilig, dass ich mich am
Dienstag, den 16.02.2021 noch vor der Deutschvideokonferenz an den PC gesetzt
habe und einfach mal die Zueignung gelesen und aufgenommen habe. Und
währenddessen kam dann die Frage auf, warum es eigentlich kein richtig bekanntes Hörspiel von Faust gibt. Ich habe dann auch mal danach gegoogelt und verblüfft festgestellt, dass es zwar Hörbücher von Faust gibt, aber eben kein Hörspiel.

Eine Viertelstunde vor der Videokonferenz habe ich dann Frau Hübner angeschrieben und ihr meine Idee geschildert und Sie war begeistert und ließ mich die Idee dann den anderen Kursteilnehmern vorstellen, die fast alle ihre Hilfe angeboten haben. In den geteilten Notizen wurden dann auch direkt die Rollen verteilt. Jeder konnte sich freiwillig in die Schreibgruppe, die Sprechrollengruppe und die Ton- und Technikgruppe
einschreiben, was jeder dann auch gemacht hat.

Unsere Umsetzung

Zwei Tage später wurde uns dann freundlicherweise die Videokonferenz von Frau
Hübner zur Organisation unseres Hörspiels überlassen. Wir haben dann diskutiert,
was wir alles kürzen, umschreiben oder gar komplett neu schreiben. Denn eines war
uns von vorneherein klar: Gretchen muss verändert und der Faust im Allgemeinen
deutlicher gemacht werden! Doch zu dieser organisatorischen Mammutaufgabe kam
noch eine sehr knappe Deadline hinzu: die Abgabefrist für den 12. Kinder- und
Jugendhörspielwettbewerb im Rahmen des 19. Internationalen Hörspielfestivals, ein,
von dem gemeinnützigen Leipziger Verein Hörspielsommer e.V., organisiertes
Hörspielfestival, welches jedes Jahr stattfindet. Und diese Abgabefrist lief am 1. März
2021 aus, was für uns hieß, dass wir nur ein bisschen mehr als eine Woche
Zeit hatten, unser Hörspiel zu schreiben, aufzunehmen, zusammenzuschneiden und
zu vertonen.

Also mussten wir uns auf ein Konzept einigen, was wir Gott sei Dank auch schon am Freitag nach einer weiteren 1½-stündigen Videokonferenz geschafft hatten. Die Schreibgruppe hatte dann bis zur folgenden Woche Dienstag Zeit, das Skript fertig zu schreiben. Gleichzeitig wurden die Szenen, die schon fertig waren, direkt vertont und geschnitten, sodass ich dem Deutschkurs schon am Mittwoch die erste fertige Szene, am Donnerstag die ersten fünf fertigen Szenen und am Freitag, nach etlichen Stunden Arbeit, nun endlich das komplette Hörspiel präsentieren durfte.

Noch am selben Tag habe ich dann das Hörspiel bei dem Wettbewerb eingereicht. Ob wir gewonnen haben, bzw. ob unser Hörspiel auf dem Festival öffentlich präsentiert wird, erfahren wir leider erst im Juli 2021. Bis dahin müssen wir uns also noch gedulden, doch wir haben es uns nicht nehmen lassen, dass Hörspiel schon vorher interessierten Schülerinnen und Schülern, sowie Lehrern, an einem von Frau Hübner organisierten Hörspielabend zu präsentieren und erfreuten uns sehr über das positive Feedback.
Und jetzt, wo Ihr den ganzen Artikel gelesen habt, worauf wartet ihr? Hört euch jetzt
das Hörspiel in voller Länge selber an und gebt uns auch euer Feedback, entweder
über die Kommentarfunktion oder über unsere, eigens für das Hörspiel eingerichtete,
Instagram-Seite: www.instagram.com/einhoerspiel_freinachfaust
Viel Spaß!

 

Autor: MaxiW Q11 für die Schüler des Deutschkurses 3 / Q11

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