Der Traum vom Fliegen

Bild: Drohne mit Landshut im Hintergrund

Jeder hat sicher schon mal Luftaufnahmen von Urlaubsorten oder in Werbevideos gesehen, diese sind mittlerweile schon so normal geworden, dass man sich gar nicht mehr fragt, wie sie gemacht wurden. In den wenigsten Fällen wird da tatsächlich ein Hubschrauber mit einem Kameramann an der Seite auf 40 Meter Höhe geflogen sein, dafür gibt es mittlerweile Kameradrohnen, die gestochen scharfe Aufnahmen aus der Luft erzeugen können und von fast jedem geflogen werden können. Das damit verbundene Hobby möchte ich in diesem Artikel vorstellen.

Bild: Drohne über Wohngebiet

Die Sache mit der Privatspäre

Es gibt wieder immer Beschwerden von Anwohnern, die sich von der Drohne ausspioniert oder sich einfach nur von dem Geräusch der Propeller gestört fühlen, mit letzterem will ich mich zuerst beschäftigen. Je kleiner die Propeller sind, desto höher ist der erzeugte Ton, höhere Töne ähneln eher dem Geräusch von Insekten und werden im Vergleich zu dem tiefen Brummen größerer Exemplare eher als störend empfunden.

Jeder würde sich Sorgen machen, ob das eigene Grundstück gefilmt wird, wenn eine Drohne darüber fliegt, es ist deshalb auch schon oft die Polizei kontaktiert worden. Deshalb ist das Fliegen innerhalb von Wohngebieten, wenn nicht auf dem eigenen Grundstück, mit einer Kamera verboten. Auch ohne darf die Drohne dann nicht mehr als 250 Gramm wiegen. Über Personen allgemein darf in dieser Gewichtsklasse zwar geflogen werden, allerdings darf das nur versehentlich passieren und man muss sich sofort wieder entfernen. Es muss immer ein Abstand von 30m zu fremden Personen eingehalten werden, im langsamen Modus (wenn vorhanden) 5m.

Die Steuerung kennenlernen

Wie für viele andere Fahrzeuge gibt es auch für Drohnen einen Simulator. Ich kann den vom Hersteller DJI empfehlen, da sich deren echte Modelle genau so wie im Simulator steuern lassen. Oft kann sogar der mitgelieferte Controller angeschlossen werden. Es funktioniert natürlich auch ein normaler Gamecontroller. Auch für die kostenlose Version benötigt man einen Account. (Diesen könnte man aber einfach mit einer Wegwerf-Email erstellen). Link: DJI Flight Simulator

 

Was man nicht machen sollte

Besonders beim ersten Flug sollte man mindestens dreißig Meter in jede Richtung Platz haben, da, wenn man aus Versehen die schnelle Geschwindigkeit eingestellt hat, das Gerät schnell in eine Richtung rasen kann. Wind ist der zweite Faktor, eine Böe ist am Boden oft nicht so stark wie in 30 Metern Höhe. Die Geschwindigkeit, der eine Drohne widerstehen kann ohne weggetrieben zu werden, hängt von der Stärke der Motoren ab. Oft ist das Windstärke 4 (~28 km/h) oder 5 (~38 km/h) der Beaufort-Skala. Die Windstärke (besonders die für eine gewisse Höhe) und auch andere Faktoren wie schlechter GPS-Satellitenempfang kann man über eine Website für seinen Ort herausfinden. In der App wird einem auch eine Empfehlung (Fazit) gegeben, ob man nicht doch noch einen Tag warten sollte.

Praktischer Nutzen

Unabhängig vom Spaß, den man an diesem Hobby haben kann, gibt es auch einige Situationen im Alltag, bei dem einem die Vogelperspektive behilflich sein kann. Ein Beispiel sind hohe, schlecht einsehbare Orte wie Dachrinnen oder Kamine, bei denen man auf eine hohe Leiter steigen oder sich vom Dach abseilen müsste, um von oben hineinzusehen.

Als wir einmal Federball gespielt haben, ist ein Ball in der Regenrinne gelandet. Es hätte lange gedauert, die ganze Kante abzustasten, folgende Aufnahme erleichterte das Ganze etwas. Wir haben die Federbälle gezielt wieder heruntergeholt.

 

Aufnahmen von mir aus Landshut und Umgebung:

 

 

 

 

 

Artikel: MoritzM, 9. Klasse

Beitragsbild: eigene Aufnahme

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