Fanfiction oder Original – Sind Fans die besseren Autoren?

Bild: Es macht Spaß Geschichten mit Phantasie weiterzuentwickeln — Aus altem etwas Neues machen, denken wie ein Erfolgsautor, in Charaktere hineinschlüpfen – das alles bietet Fanfiction. Doch kann es überhaupt mithalten mit dem Original?

Zuerst einmal (damit auch jeder weiß, worum es geht): Was ist überhaupt Fanfiction? Das lässt sich eigentlich sehr einfach beantworten. Fanfiction nennt man von Fans eines Fandoms (das können Bücher, Filme, Mangas ect. sein) verfasste Geschichten, die sich entweder um eine bereits existierende Figur aus einer Original-Geschichte eines Autors oder eine frei erfundene Gestalt eines Fanfiction-Autors drehen. Große Teile der ursprünglichen Story werden dabei meist übernommen.

Außerdem kann es auch Fanfiction zu YouTubern, Influencern oder Promis geben. Immerhin heißt es wörtlich übersetzt nichts weiter als „Erfindung eines Fans“. Was viele vielleicht nicht wissen: Sogar zu Songs kann durchaus Fanfiction gemacht werden!


Hier meine Linkliste für alle, die gerne ein paar Beispiele an Arbeiten von Fans hätten:

https://www.wattpad.com/

https://www.testedich.de/geschichten-fanfiktion-prosa-story.php

Schaut auch gerne hier dort vorbei, wenn ihr Warrior Cats mögt:

https://www.testedich.de/quiz49/quiz/1503131867/Wildherz

Oder: https://www.fanfiktion.de/


Ein solches Hobby hat aber auch Nachteile, denn das Nutzen von Handlung und Charakteren, an denen man keine Rechte besitzt, hat seinen Preis.

1. Das Verkaufen von Fanfiction jeglicher Art ist verboten. Allerdings ist es erlaubt, die Geschichte privat drucken zu lassen, wobei sie auch dann nicht veröffentlicht werden darf. Auf den Seiten, die oben schon erwähnt wurden, darf Fanfiction mit der Community geteilt werden. Aber nur auf Seiten, die anbieten, Fanfiction digital zu veröffentlichen und bei denen deutlich gekennzeichnet ist, dass sie nur diesem Zweck dienen.

2. Trotz der fehlenden Rechte des Fanfiction-Autors an Figuren und/oder Handlung liegt das Copyright an der selbst geschriebenen Geschichte immer beim Autor.
Das heißt, der Autor muss eindeutig zustimmen, wenn andere (eventuell Leser) die Story teilen oder woanders hochladen, sie vielleicht sogar verändern wollen.

3. Nicht zu jedem Promi/YouTuber/Influencer darf überall Fanfiction hochgeladen werden.

Zum Beispiel ist es auf https://www.fanfiktion.de/ verboten, selbst ausgedachte Geschichten über David Garrett, Mario Götze, Benedikt Höwedes, Trailerpark (also auch Alligathoa!) usw. zu schreiben.

4. Gerade auch für junge Fanfiction-Autoren ist es ein Problem, überhaupt bekannt zu werden.

5. Als weiteres Problem kommt hinzu, dass die meisten Leser schlicht zu faul sind, um sinnvolles Feedback zugeben. Falls es nicht eh nur Beleidigungen sind, die in den Kommis landen. So etwas ist natürlich sehr unmotivierend, aber wenigstens kommt das eher selten vor. Was allerdings schon belastend wird, sind „Freizeit-Autoren“, deren einziger Content daraus besteht, verbesserungsfähige Fanfiction zu kopieren und verletzende Kommentare zu hinterlassen. Auch so kommt man leider bei Wattpad zu sogenannten Votes.

Unegeachtet dessen, dass es sowieso illegal ist, nicht selbst geschriebene Texte mit Copyright noch einmal zu veröffentlichen, gibt es auch unter Hobby-Autoren Mobbing vor allem innerhalb solcher Apps oder Plattformen. Dagegen hilft dann noch nicht einmal das Motto „Don’t like it, don’t read it“.

Doch wer produziert jetzt die beliebteren Texte? Autoren? Fanfiction-Writer? BEIDE?

Ganz einfach: Auf Talent gibt es kein Copyright. Gerade auch sogenannte „Hobbyautoren“ können aus Ideen, die in diesem Fall noch nicht einmal ausnahmslos ihre eigenen sein müssen, so viel Neues, genauso Intereressantes und Herrausragendes basteln. Natütlich heißt das nicht, dass berufstätige Autoren weniger gut sind – im Gegenteil, sie dienen eben als Vorbild und Idol für solche, die es auch einmal wirklich schaffen wollen.

In der Fanfiction zahlt man mit Fantasie, nicht mit Geld!

Autorin: Laura 9. Klasse

Beitragsbild: pixabay

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