Mac OS oder Windows?

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(Bild: Apple, Windows oder ganz was anderes?) Zurzeit ist unsere Schule mit Windows-Geräten ausgestattet. Nur in der Physik gibt es Apple-Tablets. Doch wo liegen jeweils die Vor- und Nachteile? Im folgenden Artikel findet ihr eine Gegenüberstellung.

Windows: Vorteile vs Nachteile

Vorteile:

  • Für viele einfacher zugänglich, da die meisten Laptops sowie Computer mit der neuesten Version von Windows (Windows 10) viel preiswerter/günstiger sind als Apple Produkte
  • Wegen der oben genannten besseren Zugänglichkeit ist es für viele Schüler sowie Lehrer oft besser, weil sie wenn nicht sogar nur mit Windows vertraut und müssen deshalb keine erneute Einführung in das neue Betriebssystem durchlaufen
  • Kompatibel mit den meisten Programmen und anderen Geräten

Nachteile:

  • Windows 10 wird gerätebezogen lizensiert, wenn es nicht mit einem Microsoft-Account verknüpft wurde. Das bedeutet, wenn man bei Windows 7 oder 8 die Lizenz noch von Rechner zu Rechner mitnehmen konnte, wird nun nach jeder Neuanschaffung eine neue Lizenz benötigt. Es können aber alte Lizenzen der selben Edition (Home oder Pro) von Windows 7/8 weiterverwendet werden
  • Meiner Meinung nach ist der schon vorinstallierte Sprachassistent Cortana und die Telemetrie und Datensammlung im System eine Sicherheitslücke für die persönlichen Daten, da im Rahmen der Nutzung z.B. die der Stimme gestellten Fragen, Nutzungsverhalten aufgezeichnet werden und standardmäßig personalisierte Werbung angezigt wird
  • Das Fehlen einiger Funktionen wie vollwertige Officeprogramme oder Codecs, die für die Wiedergabe von DVDs zuständig ist. Dazu müssen Apps geladen werden, die teilweise kostenpflichtig und wichtiger Bestandteil des Wertschöpfungsmodells für Windows 10 sind.

 

OS X Vorteile vs. Nachteile

Disclaimer: Die Begriffe macOS und OS X werden in diesem Artikel gleichgestellt. Der offizielle

Marketingname lautete bis 2012 macOS X, dann OS X und seit 2016 macOS

.

Vorteile:

  • Weniger Viren, die für OS X ( das Betriebssystem auf dem iMac) programmiert wurden.
  • Auf neuen Systemen ist viel weniger Bloatware (ohne Zustimmung des Nutzers installierte Programme) installiert, da Apple die Software auf seinen Geräten, seit neuestem auch auf Datenschutz, streng kontrolliert.
  • Der Kundenservice von Apple ist besser als der anderer Hersteller, wie auch der von Windows. Da es so viele verschiedene PC-Hersteller gibt, ist es schwierig, einen direkten Vergleich zu ziehen. Aber im Allgemeinen leistet Apple bei der Software gute Arbeit bei der Unterstützung seiner Produkte.
  • Da es nur einen Hersteller von Apple-Produkten gibt, kann dieser Hardwareverbesserungen, wie etwa USB-C, schneller umsetzen.
  • Produktivität-Apps sind entweder direkt von Apple (Final Cut Pro etc.) oder von anderen Herstellern (Adobe, Microsoft) genau wie bei Windows verfügbar
  • Große Kompatibilität von allen Apple Geräten; jedes Produkt ergänzt sich bis man sich in einem Ökosystem befindet
  • Mac OS ist schon beim Kauf eines Apple Produkts enthalten/installiert.

 

Nachteile:

  • Da die Mehrheit der Menschen PC- bzw. Windows-Nutzer sind, sind diese auch oft nicht mit dem Betriebssystem von Apple vertraut.
  • iMacs, sowie Laptops sind deutlich teurer als die meisten Windows PCs. Selbst der Mac mini startet erst bei einem Preis von 580 Euro.
  • Teilweise ist Windows-Software nicht für macOS verfügbar, seit 2019 wird außerdem die 32-Bit-Architektur nicht mehr unterstützt, was dazu führt, das viele alte Programme, die für macOS geschrieben wurden, nicht mehr funktionieren
  • NUR für Apple-Computer vorgesehen. Während es Windows-PCs von vielen Anbietern in unzähligen Varianten gibt, kommen Macs ausschließlich vom Hersteller Apple. Daher fällt auch die Auswahl deutlich kleiner aus.

Linux Vorteile vs Nachteile

Linux ist das am wenigsten bekannte der drei großen Betriebssysteme, jedoch basiert die Software von so vielen Geräten, die nicht gerade wie manche Bankautomaten eine veraltete Version von Windows verwenden, und nicht von Apple sind, eine vom Hersteller angepasste Version des Linux-Kernels, hier einige Beispiele:

  • Das mobile Betriebssystem Android und die Laptop-Version ChromeOS, Smart TVs von verschiedenen Herstellern
  • selbstfahrende Autos und die Unterhaltungselektronik von Autos und Flugzeugen
  • 96,3% der Server, auf denen eine Million der am meisten besuchten Webseiten laufen
  • Der neue Mars-Rover Perseverance von der NASA

Vorteile:

  • Freie Software nicht nur in dem Sinne, dass man nichts dafür bezahlen muss, sondern das der komplette Quellcode offenliegt und jeder seine eigene Version davon veröffentlichen kann
  • Programme fast immer aus 100% vetrauenswürdigen Quellen (Repositories) bezogen werden -> weniger Viren als Windows
  • Man muss nicht Konzernen wie Microsoft oder Apple vertrauen, dass keine Hintertüren installiert sind, die Unternehmen oder dem Staat Zugriff auf persönliche Daten gewähren, stattdessen kann jeder, der das technische Know-How besitzt, kann genau sehen, was auf seinem Computer passiert.
  • Es gibt viele Varianten, sogenannten Distributionen (Beispiel: Ubuntu, Arch Linux, Fedora). Sie unterscheiden sich in der Art, wie Programme installiert werden, der Benutzererfahrung (Aussehen, Menüs und Leisten) und den vorinstallierten Programmen. Es kann aber auch nachträglich jeder Teil des Systems nach dem eigenen Geschmack angepasst werden.

Nachteile:

  • Auf sehr wenigen Geräten vorinstalliert, es muss meistens über einen USB-Stick oder eine DVD auf die Festplatte geladen werden (Wenn dies aber der Fall ist, ist das Gerät bis zu 100€ günstiger, da man den Preis für eine Windows-Lizenz spart)
  • Nur etwa 2% aller Heimcomputer (PCs) die sich mit dem Internet verbinden haben Linux installiert, das ist ein Grund warum genannte Software von großen Herstellern oft nur für Windows und wenn man Glück hat für macOS verfügbar ist
  • Keine grafische Benutzeroberfläche für manche Teile des Systems, manche Aufgaben müssen über die Kommandozeile erledigt werden, was für Einsteiger kompliziert ist

Wäre es meiner Meinung nach sinnvoll, am Hans Leinberger Gymnasium auch Apple-Produkte – in dem Fall iMacs – anzuschaffen?

Da – wie oben schon genannt – selbst die kleinste und günstigste Variante des i-Macs, der Mac mini, 580 Euro kostet, ist es wohl sehr unrealistisch für eine ganze Schule um die 50 i-Macs anzuschaffen. Denn wenn man jetzt davon ausgeht, dass man den Mac mini wählt, würde die Schule 29.000 Euro nur für neue Computer ausgeben und das ist dann im Vergleich zu nicht Apple Produkten doch ganz schön viel.

Also um die Frage zu beantworten: OS X hat viele Vorteile und nützliche Features, ist dann aber was die Hardware auf der es läuft im Preis-Leistungs-Verhältnis angeht deutlich schlechter als ein gewöhnlicher PC mit Windows und somit am Ende des Tages wohl keine realistische Option.

 

Autor: DavidG 8. Klasse und MoritzM 9. Klasse

Beitragsbild von CoxinhaFotos auf   Pixabay